Egerländer-Tanzgruppe-Dillenburg

Egerländer Gmoi  Dillenburg

Tag der Heimat

 

Tag der Heimat

Viel politische Prominenz hatte sich am 30. August 2009 zum Tag der Heimat in der Dillenburger Stadthalle eingefunden: Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer, die Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer und Clemens Reif, die Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, Landrat Wolfgang Schuster, die Bürgermeister Stefan Aurand, Götz Konrad, Michael Lotz und der Altbürgermeister Eschenburgs, Walter Jank u.a. Das Motto des Tages war „Wahrheit und Gerechtigkeit – ein starkes Europa!“. Der Besucherandrang war an diesem Tag allerdings steigerungsfähig.

Landrat Wolfgang Schuster ging auf den Ursprung des Tags der Heimat ein und verurteilte das Unrecht der Vertreibung. „Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss“, sagte Michael Lotz, Bürgermeister von Dillenburg. Walter Jank, selbst heimatvertriebener Egerländer und ehemaliger Bürgermeister von Eschenburg, betonte besonders die Notwendigkeit des Verzeihens und Versöhnens. Das von Bruno Schnaubelt vorgetragene Totengedenken wurde mit der Melodie von „Der gute Kamerad“ („Ich hatt´ einen Kameraden“) untermalt. Ganz aktuell gedachte man auch Pater Norbert Schlegel.

Hauptredner der Veranstaltung war der Landeskulturreferent der Sudetendeutschen Landsmannschaften, Helmut Seidel. Mit Wilhelm von Nassau und Verbindungen zum Tag der Heimat begann er seine Rede und zog auch das Wilhelmus-Lied als Nationalhymne der Niederlande in die Überlegungen ein. Danach kam er zum eigentlichen Thema Vertreibung.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm die Fellerdillner Saitenmusik, die mit vier Musikerinnen gekonnt aufspielte. Die Egerländer Gmoi Dillenburg lockerte mit der Kinder-/Schülergruppe und der Jugend-Volkstanzgruppe gleich zweimal die Veranstaltung auf. Die jüngeren Tänzerinnen boten den Hafersack (Howansook), die Zigeunerpolka und den Kikeriki dar.  Die Großen brachten den Schäi(n) lustigh, den Labanter Roja und den Sprötzer Achterrüm dar. Alle Beiträge wurden mit großem Beifall aufgenommen. Der „Renner“ an diesem Nachmittag war jedoch der Sprötzer Achterrüm, auch wenn er kein Egerländer Tanz ist.

Christl Kemmer trug das Gedicht „Heimat“ vor. Schlussworte von Walter Fix, der auch die Veranstaltung moderiert hatte, und das gemeinsame Lied „Kein schöner Land“ beendeten gegen 17 Uhr die Veranstaltung.

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