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Rückblick auf die Geschichte
Im Rahmen des Brauchtumsabend zeigten Sonja Gebauer-Schwab und Hans-Jürgen Ramisch eine kurzweilige Präsentation zum Thema „50 Jahre Egerländer Gmoi – 40 Jahre Egerland-Jugend z´ Dillenburg“, die von Hans-Jürgen und Gudrun Ramisch zusammengestellt wurde. Ausgangspunkt war das Egerland mit seinen historischen Stationen der letzten rund 150 Jahre, von Österreich-Ungarn bis zum Sudetengau. Flucht und Vertreibung bis hin zur Ankunft der Heimatvertriebenen im Burger Lager wurden in Wort und Bild vorgestellt. Mit der Suche nach „Heimat in der Fremde“ begann 1957 die Geschichte der Gmoi z´ Dillenburg. Der erste Vüarstäiha Franz Teschauer eröffnete den Reigen der sechs Vorsitzenden der Gmoi innerhalb von 50 Jahren. Stationen wie Fahnenweihe – auch die damalige Fahnenpatin Friedl Teschauer weilte unter den Gästen und erhielt einen Blumenstrauß (im Bild unten Hildegard Uchazius, Sonja Gebauer-Schwab, Friedl Teschauer) – die zweite Gründung einer Volkstanzgruppe, Landestreffen, Bundes-Jugendtreffen sowie die Fahrt nach Orange weckten in vielen Gästen Erinnerungen.
Einige Zahlen belegen die vielfältigen Aktivitäten der Gmoi in 50 Jahren:
Es gab 53 Hauptversammlungen.
- Der Gmoiråut tagte 522-mal.
- Es gab 252 Hutzaabende. Das sind Abende mit fröhlichem Beisammensein, Gespräch, Musik und Tanz. Die Hutzaabende fanden in Dillenburg, Haiger, Langenaubach, Eibelshausen und Hirzenhain statt.
- 71 Faschingsveranstaltungen wurden durchgeführt.
- Aktuell hat die Gmoi, dank der vielen Kinder und Jugendlichen, 152 Mitglieder.
Wer einen rein historischen Abriss befürchtet hatte, wurde angenehm überrascht, folgte doch zur Halbzeit des Vortrags ein Übergang auf aktuelle Gegebenheiten. Vorgestellt wurden heutige Veranstaltungen mit Rückblick auf Vergangenes und zeigten so die Gmoi als lebende und überlebenswillige Gemeinschaft. Beim Thema Trachten war das Thema Kontinuität angesprochen. In 50 Jahren hat die Gmoi mit Theresia Spiegl und Hermine Bender (1974 bis heute, davor Stellvertreterin) zwei Trachtenwartinnen gehabt. Hildegard Uchazius näht seit 50 Jahren Trachten für die Gmoi, und war selbst am Jubiläumsabend mit Nadel und Faden aktiv. Beide erhielten von der Vorsitzenden einen Blumenstrauß als kleines Dankeschön übereicht.
Aktive Gruppen (Volkstanzgruppen und Singgruppe) sowie ehemalige Tanz- (z.B. Faschingsballett) und Musikgruppen (z.B. Dillenburger Gmoi-Musikanten und Egerländer Gmoi Musikanten z´ Dillenburg) erhielten ihren Platz in der Präsentation. Sonja Gebauer-Schwab: „In der Gmoi fanden die Jugendlichen die Basis für ihre musikalische Zukunft – und das ist sicher auch etwas, auf das wir stolz sein können.“ Einige statistische Zahlen zu Auftritten belegen die Aktivitäten von Gmoi und Egerland-Jugend. Die Gruppen sind auf fremden, aber natürlich auch auf den Gmoi-Veranstaltungen aufgetreten. Nicht alle Auftritte sind erfasst. Nachweisbar sind:
507 Auftritte der Kinder- und Schülervolkstanzgruppe
- 501 Auftritte der Jugendvolkstanzgruppe
- 86 mal war das Faschingsballett aktiv
- Die Gmoi-Musikanten verzeichneten seit 1977, davor fehlen zuverlässige Daten, 423 Auftritte
- Über 75 Auftritte lassen sich für die Singgruppe nachweisen.
Hans-Jürgen Ramisch beendete die Präsentation mit dem Bild des Gründers von einer Sonnenwendfeier und dem Sinnspruch „Tradition heißt nicht Pflege der Asche, sondern das Weitertragen der Flamme“.
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